Eine Windenergieanlage nimmt mit ihren Rotorblättern die Bewegungsenergie des Windes auf und wandelt sie in elektrischen Strom um.

 

Wie durch Wind Strom entsteht:

  1. Die Rotorblätter sind aerodynamisch geformt. Bei Wind werden die Luftteilchen oberhalb und unterhalb der Rotorblätter entlanggeführt.
  2. Das führt zu unterschiedlichen Druckgebieten, die eine Auftriebskraft erzeugen. Diese Kraft bewegt die Rotorblätter.
  3. Die Rotorblätter geben die Bewegung an eine Welle weiter. Die Welle ist mit einem Getriebe verbunden, das die Drehzahl an die Anforderungen des Generators anpasst.
  4. Im Generator wird die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt.
  5. Der erzeugte Mittelspannungsstrom wird dann ins öffentliche Netz eingespeist.
  6. Strom, der nicht im lokalen Netz abgenommen wurde, wird in Hochspannungsstrom transformiert und ins Überlandnetz transportiert.

 

Windenergieanlagen haben in den vergangenen zehn Jahren einen Entwicklungssprung gemacht. Mitte der neunziger Jahre erzeugte eine Anlage maximal 500 Kilowatt je Stunde. Heute können Anlagen bei idealen Bedingungen stündlich über drei Megawatt produzieren. Diese Modelle haben größere und effizientere Rotoren, die sich langsamer bewegen und geringe Geräusche erzeugen. Trotz der niedrigen Umdrehungszahl kann mehr Strom erzeugt werden.

 

Funktionsweise WEA

 

Gewählte Anlage:
Nach den Auswertungen der geografischen Daten und der Windgutachten wurde die – für den ersten Realisierungsschritt – passende Windenergieanlage ausgewählt.

Die Wahl fiel auf eine Anlage des Herstellers Vestas: die V136. Die Anlage hat eine Nennleistung von 3,45 Megawatt und Rotoren mit einem Durchmesser von 136 Meter. Ein Rotorblatt misst dabei 66,66 Meter. Das Generatorenhaus mit der Nabe, an der die Rotorblätter befestigt sind, befindet sich in 132 Metern Höhe. Die Anlagen haben eine lichtgraue Farbe – dies wirkt generell wie Weiß, blendet jedoch weniger.

 

Technische Daten: 
Vestas ist einer der führenden Hersteller von Windenergieanlagen. Für diesen Standort wurde der optimalste Anlagentyp ausgewählt. Die Rotoren nehmen den Wind optimal auf und wandeln so auch Lüfte aus Mittelgebirgen in Energie für die Region um.

 

technische Zeichnung - Anlage Vestas

 

Durchmesser: 136 Meter
Anzahl der Rotorblätter: 3
Überstrichene Fläche der Rotorblätter: 1,45 Hektar (14.527 m²)
Drehrichtung: In Windrichtung im Uhrzeigersinn
Drehzahlregelung: Durch Verstellung der Rotorblätter
Außenfarbe: Lichtgrau (RAL 7035)
Reflexionsgrad/ Glanzgrad Rotorblätter, Nabe und Maschinenhaus matt bzw. seidenmatt
Stahlrohrturm halbglänzend
Betonturm matt